Welche Pfanne passt zu mir?
Jedes Material hat eigene Stärken und Schwächen. Dieser Ratgeber vergleicht die gängigen Optionen – von Gusseisen bis Keramik.
Zuerst das Missverständnis, das alles andere erklärt
Bei einer Pfanne ist PFAS keine Verunreinigung. PFAS ist die Beschichtung.
Die meisten kennen den Markennamen Teflon. Der Stoff dahinter heißt PTFE – Polytetrafluorethylen – und gehört zur Gruppe der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen, kurz PFAS. Es handelt sich also nicht um einen Produktionsrückstand, der sich durch sorgfältigere Herstellung vermeiden ließe, sondern um das Funktionsprinzip der Antihaftschicht selbst.
Daraus folgt eine praktische Konsequenz: Wer PFAS in der Küche reduzieren will, kommt nicht über vorsichtigere Nutzung oder schonendere Reinigung dorthin. Sondern nur über ein anderes Beschichtungsprinzip – oder über eine unbeschichtete Pfanne.
Auf EU-Ebene wird derzeit geprüft, die gesamte PFAS-Stoffgruppe zu beschränken. Der Vorschlag liegt seit 2023 vor und wurde 2025 überarbeitet; eine Entscheidung wird für Ende 2026 bis Anfang 2027 erwartet.
Die Materialien im Überblick
Bei der Wahl einer neuen Pfanne stehen mehrere Materialien zur Verfügung. Sie unterscheiden sich in Pflegeaufwand, Langlebigkeit und Schadstofffreiheit.
Gusseisen
Robust und hitzespeichernd, ideal für scharfes Anbraten. Dafür schwer und pflegeintensiv: muss eingebrannt werden und verträgt keine Säure.
SchadstofffreiEdelstahl
Kratzfest und praktisch unbegrenzt haltbar. Keine Beschichtung, die verschleißen kann. Bietet dafür keine Antihaftwirkung.
SchadstofffreiKupfer
Exzellente Wärmeleitfähigkeit, in Profiküchen geschätzt. Innenseite meist mit Edelstahl oder PTFE beschichtet. Im Unterhalt aufwendig.
Je nach BeschichtungEmaille
Robust, pflegeleicht und säureresistent. Kann bei Temperaturschocks oder Stürzen splittern.
SchadstofffreiAntihaft (PTFE)
Stärkste Antihaftwirkung am Markt. Braten mit wenig Fett, einfach zu reinigen. PTFE gehört zur PFAS-Gruppe.
Enthält PFASKeramik
Sol-Gel-Beschichtung ohne PTFE, hitzebeständig. Gute Antihaftwirkung, lässt etwas früher nach als PTFE. Wichtig: Nicht jede „Keramik" ist PTFE-frei.
PTFE-frei möglichZur Schadstofffreiheit kommt die Verbraucherzentrale Hamburg zu dem Ergebnis, dass Keramik- und Gusseisenpfannen am besten abschneiden – vorausgesetzt, sie werden korrekt verwendet.
„Keramik" ist keine geschützte Bezeichnung
Das ist der Punkt, an dem die meisten Kaufentscheidungen schiefgehen. Es gibt Beschichtungen, die als Keramik verkauft werden und trotzdem PTFE enthalten – etwa als Grundschicht unter einer keramischen Deckschicht.
Für Dich sieht das identisch aus: gleiche Optik, gleiches Verkaufsargument, gleiches Regal. An der Verpackung erkennst Du das nicht.
Frag nach dem Beschichtungssystem, nicht nach dem Marketingnamen. Bekommst Du keine klare Antwort, hast Du Deine Antwort.
Die Abwägung, um die niemand herumkommt
Es gibt keine Pfanne, die alles gleichzeitig kann. Die ehrliche Entscheidung sieht so aus:
| Wenn Dir das wichtigste ist … | … dann |
|---|---|
| Maximale Antihaftwirkung, so lange wie möglich | PTFE-Antihaftpfanne |
| Beschichtung ohne PFAS, bei guter Antihaftwirkung | Keramik |
| Keine Beschichtung, die verschleißen kann | Edelstahl oder Gusseisen |
| Scharfes Anbraten und Wärmespeicherung | Gusseisen |
| Wenig Gewicht und einfache Handhabung | Keramik oder Antihaft |
Wer sich für eine beschichtete Pfanne entscheidet – egal welche – sollte die Beschichtung als Verbrauchsteil verstehen. Sie hält länger, wenn Du bei mittlerer Hitze brätst, Holz oder Silikon statt Metall verwendest und die Pfanne nicht leer aufheizt.
Welches Material am besten passt, hängt von Deinen Prioritäten ab. Wer Wert auf Schadstofffreiheit legt, findet in Keramik und Gusseisen die besten Optionen. Gusseisen bringt dafür Gewicht, Einbrennen und Unverträglichkeit mit Säure mit – Keramik ist die alltagstauglichere der beiden.
Kritisch zu prüfende Voraussetzung bleibt, dass die „Keramikpfanne" tatsächlich frei von PTFE ist. Wer sich für Keramik entscheidet, findet die konkreten Kaufkriterien in unserem Ratgeber Die richtige Keramikpfanne.
Monna 28 cm Keramikpfanne
Monna ist eine Marke der Syntropy GmbH, die diese Website betreibt.
Ein Beispiel dafür, welche Angaben ein Hersteller zu den oben genannten Kriterien liefern kann:
- Beschichtungssystem Keramik, ohne PTFE
- Schichtdicke 40 µm – rund 60 % mehr als die 20–25 µm einfacher Antihaftpfannen
- Boden Vollflächiger Induktionsboden für gleichmäßige Wärmeverteilung.
- Schadstoffprüfung Unabhängiges Prüflabor: PFOA, PFOS, PFHxS, C9–C14-Perfluorcarbonsäuren – alle unter Nachweisgrenze. Zusätzlich: Blei, Cadmium, Phthalate, PAK, Organozinn, kurzkettige Chlorparaffine.
- Rückgabe und Garantie 30 Tage Probekochen, kostenlose Rücksendung. 5 Jahre Garantie.